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EU AI Act: Was Unternehmen jetzt tun müssen

Veröffentlicht am 2026-06-08 · ~6 Min. Lesezeit

Mit dem EU AI Act gibt es erstmals einen umfassenden Rechtsrahmen für künstliche Intelligenz in Europa. Er betrifft nicht nur große Tech-Konzerne, sondern auch kleine und mittlere Unternehmen, Selbstständige und Agenturen, die KI entwickeln, anbieten oder einsetzen. Dieser Beitrag gibt einen verständlichen Überblick — er ersetzt keine Rechtsberatung.

Disclaimer: Dieser Artikel dient der Orientierung und stellt keine Rechtsberatung dar. Für verbindliche Aussagen zu Ihrem konkreten Fall ziehen Sie bitte fachkundige juristische Beratung hinzu.

Das Risikoklassen-Prinzip

Der AI Act stuft KI-Anwendungen nach ihrem Risiko ein. Je höher das Risiko, desto strenger die Pflichten:

Warum das auch ein Sicherheitsthema ist

Anforderungen wie Risikomanagement, Robustheit und Cybersicherheit lassen sich ohne technische Sicherheitsprüfung kaum belegen. Genau hier verbinden sich AI Act und KI-Sicherheit: Ein dokumentierter LLM-Pentest und ein Red-Teaming-Bericht liefern Nachweise, die für Konformität und Audits hilfreich sind.

Konkrete erste Schritte

  1. Inventarisieren: Welche KI-Systeme setzen Sie ein oder bieten Sie an?
  2. Einstufen: Welche Risikoklasse trifft pro System zu?
  3. Gap-Analyse: Welche Pflichten sind noch nicht erfüllt?
  4. Maßnahmen ableiten: Dokumentation, technische Tests, Transparenzhinweise, menschliche Aufsicht.
  5. Belegen: Sicherheits- und Robustheitsnachweise erstellen und aktuell halten.

Die Chance dahinter

Für viele Unternehmen ist der AI Act vor allem Aufwand — für gut vorbereitete Anbieter ist er ein Wettbewerbsvorteil. Wer Konformität und nachweisbare KI-Sicherheit vorweisen kann, gewinnt Vertrauen bei Kunden und Partnern, gerade im B2B-Umfeld.

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