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Was ich im TryHackMe-Raum „AI/ML Security Threats" gelernt habe

Veröffentlicht am 2026-06-13 · ~7 Min. Lesezeit

Ich dokumentiere meinen Weg in die KI-Sicherheit öffentlich — und der erste Schritt war der TryHackMe-Raum „AI/ML Security Threats". Sieben Aufgaben, abgeschlossen. Statt einer Zusammenfassung des Raums teile ich hier die fünf Erkenntnisse, die ich mitgenommen habe und die für jeden relevant sind, der KI im Unternehmen einsetzt oder absichern will.

Kein Spoiler: Dieser Beitrag erklärt die Konzepte in eigenen Worten und verrät bewusst keine Aufgaben-Lösungen oder Flags. Wer den Raum selbst machen will, kann das gefahrlos tun.

1. AI, ML, DL, LLM — die Begriffe sind ineinander verschachtelt

Die wichtigste Aufräumarbeit gleich zu Beginn: Diese vier Begriffe werden oft synonym benutzt, sind es aber nicht. Sie sind wie ineinanderliegende Kreise:

Warum das für Sicherheit zählt: Jede dieser Ebenen hat eigene Angriffsflächen. Wer sie nicht auseinanderhält, kann Risiken nicht sauber zuordnen.

2. Ein LLM „denkt" nicht — es sagt das nächste Wort voraus

Hinter dem beeindruckenden Output steckt ein erstaunlich einfaches Grundprinzip: Vorhersage des nächsten Tokens. Ein LLM bekommt Text und schätzt, welches Wort am wahrscheinlichsten folgt — und das milliardenfach.

Der Weg dorthin in drei Schritten:

Diese Architektur ist auch der Grund, warum Prompt Injection so hartnäckig ist: Für das Modell sind Anweisung und Daten am Ende nur Tokens im selben Kontext.

3. KI bringt völlig neue Schwachstellen mit

Der spannendste Teil für mich: Mit KI entstehen Angriffsklassen, die es vorher schlicht nicht gab. Der Raum orientiert sich dabei am MITRE ATLAS-Framework — dem KI-Pendant zu MITRE ATT&CK. Die wichtigsten Modell-Schwachstellen:

Das deckt sich stark mit den OWASP LLM Top 10, die ich in einem eigenen Beitrag aufschlüssle.

4. Klassische Angriffe werden durch KI gefährlicher

KI erfindet nicht nur neue Angriffe — sie macht alte effektiver:

5. Die beste Verteidigung gegen KI ist … KI

Klingt paradox, ist aber der Kern: Laut dem zitierten IBM-Report sparten Unternehmen, die KI in ihre Sicherheit einbauten, im Schnitt deutlich an Breach-Kosten und entdeckten Vorfälle spürbar schneller. KI hilft uns vor allem beim Analysieren (Anomalien im Netzwerkverkehr), Vorhersagen/Automatisieren (Phishing erkennen und blocken), Zusammenfassen (Incident-Reports in Minuten) und Untersuchen (Logs erklären, Threat-Hunting-Ideen brainstormen).

Aber: Die eingesetzte KI muss selbst abgesichert sein — laut Report ist nur ein Bruchteil der Gen-AI-Initiativen wirklich geschützt. Konkrete Maßnahmen:

Mein Fazit

Dieser erste Raum war genau das richtige Fundament: Er ordnet die Begriffe, zeigt wie die Technik funktioniert und macht greifbar, warum KI gleichzeitig Risiko und wirksamstes Verteidigungswerkzeug ist. Genau dieses Spannungsfeld — KI absichern und KI zur Verteidigung nutzen — ist der Bereich, auf den ich mich spezialisiere.

Das war Station eins meiner Lernreise. Die nächsten Schritte gehen tiefer in die Praxis: konkrete Angriffe wie Prompt Injection an verwundbaren LLM-Apps. Ich dokumentiere alles hier weiter.

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